Was für ein Abend...

Vergangenen Freitag, dem 10. Januar, blieben die Badminton-Rackets in den Taschen verstaut. Der Badminton Club wechselte das Tal und begab sich auf eine abenteuerliche Fondueschifffahrt auf dem Hallwilersee. Pünktlich um 19.00 Uhr fuhr das Schiff leise los und im gleichen Atemzug wurden die Schifffahrt und das Essen von der Bedienung einkassiert. Nach wenigen Minuten wurde der Salat angerichtet und das Schlemmen konnte beginnen. Mit Messer und Gabel bewaffnet konnte das grosse Grün trotz Wiederstand unter Kontrolle gebracht werden. Erste Lacher waren bereits garantiert. Kurz darauf folgte das Fondue. Mit knurrendem Bauch und grosser Vorfreude nahmen wir die Fondue Töpfe entgegen… der Blick in die Pfanne liess erraten, dass vor dem Vergnügen die Arbeit anstand. Nun gut, die Armmuskulatur wurde ausnahmsweise nicht für das Badminton Spiel gebraucht, sondern um aus der rohen Käsemischung ein sämiges Fondue zu zaubern. Die kleine Flamme machte es uns nicht gerade einfach, aber wir gaben Alles um ein flockenfreies Fondue geniessen zu können. Abgerundet durch Knoblauchpaste und etwas Pfeffer, konnte endlich mit dem Essen begonnen werden! Der Damentisch schlug sich gut, konnte aber bei weitem nicht mit dem Tisch der Herren mithalten. Die Männer erhielten mehrmals rohen Nachschub und durften erneut ihre Muskeln spielen lassen. Das körnige Salatbrot wurde schlussendlich auch zu Fonduebrot verarbeitet, was noch einige aromatische Leckerbissen garantierte. Das Fazit nach dem Fondue? Nächstes Mal lieber wieder zu Hause oder im Restaurant. Nach einer kurzen „Verschnaufspause“ an der frischen Luft, stand bereits das Dessert bereit. Spätestens zu diesem Zeitpunkt bemerkten wir das rasante Tempo dieses Abends. Das Zwetschgen-Tiramisu-ähnliche Dessert bildete den krönenden Abschluss dieser mehr oder minder kulinarischen Reise. Die Zeit auf See neigte sich langsam dem Ende zu und das Schiff plätscherte langsam zum Anlegesteg Seerose zurück. Während die Bedienung etwas verzweifelt versuchte das Schiff während der Einfahrt bereits sauber aufzuräumen, kamen wir zum Schluss, dass die Getränke noch abgerechnet werden müssen. Es war 21.30 Uhr, die Motoren standen still, das Schiff lag ruhig am Steg und der Badminton Club widmete sich der Bezahlung der Getränke. Dem EC-Gerät wurde während der Schifffahrt übel und stellte sich etwas zickig an. Diese Rechnung hatte es aber ohne Ursula gemacht. Die sicherlich älteste Bedienung auf dem Schiff zeigte dem Gerät wo es lang geht. Dank der freundlichen Unterstützung von Ursula konnte nun auch der letzte Badminton-Spieler das Schiff verlassen und sich zu den sichtlich ernüchterten Mitspielern gesellen. Nun gut, es war eine abenteuerliche und lustige Reise ins Ungewisse, trotzdem kamen wir relativ schnell zum Schluss, dass diese kulinarische Reise nicht dem Preis entspricht. Der nächste Ausflug wird sicherlich auf festem Boden stattfinden und kaum etwas mit Käse zu tun haben. Trotz der vielen, kleinen Unannehmlichkeiten war es ein lustiger Abend, welcher sicherlich noch lange in Erinnerung bleibt.